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menue kontrovers

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Essen hat immer eine politische Komponente. Das ist so seitdem es Märkte für Nahrungsmittel, Genussmittel, Gewürze und andere Produkte gibt. Status, Reichtum, Mangel, Hunger – vieles war und ist eine Frage der Verteilung und der Macht derjenigen, die darüber entscheiden. Zugleich ist Kochen eine der ältesten Kulturtechniken der Welt, verbunden mit der Lust am Genießen. Essen transportiert Traditionen, Erinnerungen, Geschichte und vieles mehr, das sich miteinander teilen lässt. In meiner künstlerischen Arbeit bringe ich beide Aspekte zusammen und lade damit zu einer anderen Perspektive auf ein Thema ein.

Mit menue kontrovers möchte ich Räume schaffen für komplexe Themen, die unsere Gesellschaft verändern. „menue“, weil es darum geht, sich auf kulinarische Weise einzumischen. „kontrovers“, weil ich nicht an Patentrezepte glaube. Es kann um Deutschlands Rolle in Staaten gehen, in denen Krieg herrscht. Oder um Themen, die sich aus unserer Gesellschaft heraus ergeben. Wie zum Beispiel der demographische Wandel. Oder Diversity. Oder Grenzen. Das jeweilige Thema führt zu Gesprächen und einer weiterführenden Recherche, in deren Verlauf ich die Form für eine Intervention, Performance oder Ausstellung finde. So ergibt sich auch, was am Ende gekocht und gemeinsam gegessen wird.